Am vergangenen Wochenende (23.05.2008 – 25.05.2008) fand in Gummersbach bei Köln zum zweiten Mal dieses Jahr das Bundes-PPW der Jungen Liberalen statt.
In der Theodor-Heuss-Akademie hieß die Friedrich-Naumann-Stiftung alle Tagungsteilnehmer bereits am Freitagabend mit einem Buffet willkommen, bevor sich dann die einzelnen Arbeitskreise vorstellten.
Besonders interessant, erschien den fünf Jungen Liberalen aus dem Bezirksverband Tempelhof-Schöneberg der Bundesarbeitskreis Schwulen- und Lesbenpolitik, dessen Thema sich mit der “Szene im Wandel” beschäftigte.
Gerade in Schöneberg leben viele homo-, bi- und trans*-sexuelle Menschen, die das tägliche Leben dort prägen.
Nachdem man ausführlich über das Ausgehverhalten und die Tendenz zu überwiegenden Internet-Kontakten auf Massenplattformen wie GayRomeo diskutierte, befasste sich die Gruppe mit den Problemen von jungen Schwulen und Lesben auf dem Land. Fern ab von Großstädten bietet das Internet eine enorme Chance, für Manche kann es aber auch zur Sucht werden.
Am Samstag referierte Margot Schlönzke, die selbst eine Künstlerin im Travestie-Bereich ist, über die verschiedenen Arten der Sexualität und wie sich diese detailliert
unterscheiden. Vor allem aber die Transsexualität umfasst ein wahnsinnig großes Spektrum an unterschiedlichen Neigungen. So sind Dragqueens, Tunten und Damenimitatoren nur einige der Begrifflichkeiten in dieser Branche.
Ralf Rötten, Callboy-Berater des SubWay e.V. in Berlin und studierter Sozial-Pädagoge, gab anschließend tiefere Einblicke in die Escort-Problematik. Seit einigen Jahren nehmen die Escorts besonders in Ballungsgebieten wie Berlin stark zu. Doch erarbeitete man sich die Thematik erst durch das Verständnis der Unterschiede zwischen Callboys und Strichern. Dieses älteste Gewerbe der Welt birgt aber auch viele Nachteile. Die meisten arbeiten auf nicht legale Weise und sorgen nicht für ihr Alter vor. Probleme, denen sich die Jungen Liberalen durch Anträge annehmen möchten.
Den Abend schloss man dann mit den Sucht- und HIV-Problemen innerhalb der Szene ab. Man kritisierte die aktuellen Kampagnen der Gesundheitszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie der Aidshilfe. Aber man kam auch selbst zu kreativen Ansätzen und Vorschlägen, die man über die FDP letztlich zu verwirklichen versucht.
Alles in allem war dieses Wochenende wieder ein gelungener Zeitpunkt, um die JuLis aus anderen Landesverbänden kennenzulernen und auf politischem Wege etwas zur Community der Schwulen und Lesben beizutragen.







